Rechtliche Anforderungen an den Versand innerhalb Deutschlands: Die Verpackungsverordnung

Die rechtlichen Anforderungen an einen Online-Shop werden immer komplexer – immer mehr Gesetze und Verordnungen drehen sich um den Handel mittels Internet. Eine davon ist die Verpackungsverordnung – kurz VerpackV.

Die Verpackungsverordnung ist für alle verpflichtend, die Verpackungen in den Verkehr bringen. Betreiben Sie also einen Online-Shop und verpacken Ihre Ware versandsicher, so fallen Verpackungen an, für deren Rücknahme Sie verantwortlich sind. Dieser Entsorgungsverpflichtung kommen Sie nach, in dem Sie sich einem Dualen System anschließen und dort ihre Verpackungen lizenzieren.



Worum geht es bei der Verpackungsverordnung?
Erfahren Sie es hier, anschaulich erklärt von 2 Shopbetreibern.


Informationen zur Verpackungsverordnung

Die Verpackungsverordnung ist – wie der Name sagt – eine Verordnung und kein Gesetz. Diese Unterscheidung hat auf die rechtliche Bindung jedoch keine Auswirkungen. Egal ob Gesetz oder Verordnung: Die Regelungen sind verpflichtend für alle Hersteller, Händler und auch Versender der sogenannten Verkaufsverpackungen. Hierbei handelt es sich um die Verpackungen, die durch den Versand beim Endverbraucher anfallen.

Verpflichtet sind alle Inverkehrbringer von Verpackungen, egal ob Betreiber eines eigenen Shops oder Verkäufer auf Handelsplattformen. Sie verkaufen auf Amazon, DaWanda oder eBay? Die Verpackungsverordnung betrifft dann auch Sie. Schnell handeln und rechtssicheren Lizenzierungsvertrag abschließen!

7. Novelle der VerpackungsverordnungRechtssicher lizenzieren

Mit der 6. Novelle der Verpackungsverordnung und der 7. Novelle der Verpackungsverordnung gab es für kleinere Online-Händler keine konkreten Auswirkungen, was die grundsätzliche Pflicht zur Lizenzierung von Verpackungen angeht. Jedoch konkretisiert die 6. Novelle der VerpackV den Verpackungsbegriff noch mal deutlich und führt im Anhang einige Verpackungsarten explizit auf, die lizenzierungspflichtig sind.

Eine Vereinfachung für kleine Unternehmen sieht die Verpackungsverordnung vor: Wer pro Jahr weniger als 80 Tonnen Glas, 50 Tonnen Papier, Pappe, Karton oder 30 Tonnen Kunststoffe, Weißblech, Aluminium oder Verbunde als Verkaufsverpackungen in Verkehr bringt, muss keine Vollständigkeitserklärung abgeben, sondern diese nur auf Nachfrage vorlegen. Sie ist auch nicht zu testieren.

Einfache Verpackungslizenz für den Versand innerhalb Deutschlands

Fallen bei Ihnen also geringe Mengen Verpackungen an, so können Sie diese mittels eines günstigen Pauschalangebots lizenzieren und so den Gesetzen nachkommen. Für 75 Euro pro Jahr lizenzieren Sie bis zu 150 Kilogramm Papier, Pappe und Kartonagen. Bei größeren Verpackungsmengen, die lizenziert werden sollen, empfiehlt es sich, ein individuelles Angebot einzuholen. Für größere Versender ist zudem eine durch einen Wirtschaftsprüfer testierte Vollständigkeitserklärung Pflicht. Diese muss dann bei der D-IHK hinterlegt werden.

Daniel Stehling

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